PhotonicNet4lab gestaltet Programm des BIOTECHNICA Forums

"Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche" auf dem BIOTECHNICA FORUM am 16.05.17

Das neu initiierte Innovationsnetz PhotonicNet4lab gestaltet das Vormittagsprogramm am ersten Messetag der LABVOLUTION 2017 im BIOTECHNICA FORUM in Hannover. In Kurzvorträgen werden verschiedene Ansätze und Anwendungen wie z.B. die Optogenetik vorgestellt.

 

Ob Photosynthese oder unser Sehsinn - in der Natur steuert das Licht eine Vielfalt von fundamentalen Prozessen. Dieses Wissen wird inzwischen in vielen technischen Bereichen genutzt. Vorgestellt werden unter anderem die Optogenetik, eine neuartige Basistechnologie bestehend aus Optik und Gentechnik. Ziel ist es, diese für Fortschritte in der Biomedizin, Robotik, Biotechnologie und weiteren Anwendungsbereichen einzusetzen. Lichtpulse können z.B. Reaktionen in biologischem Gewebe auslösen und so verschiedenste Prozesse steuern. Muskelkontraktionen, Nervenimpulse oder bestimmte Stoffwechselzwischenprodukte lassen sich so induzieren.

Weiterhin wird die Laser-Mikrotomie als Verfahren zur Präparation von Gewebeschnitten für die Histologie vorgestellt. Die Lasermikrotomie ermöglicht Schnitte von Hartgeweben ohne aufwendige Entkalkung in Serie zu Schneiden. Die Methode ist auch für implantathaltige Gewebe etabliert. Im Vergleich zur Dünnschlifftechnik wird enorm an Zeit gespart, der Materialverlust wird minimiert. Eine integrierte Bildgebung mittels optischer Kohärenz-Tomografie (OCT) ermöglicht erstmals kontrolliertes mikrometergenaues 2D und 3D-Schneiden. So können auch dreidimensional definierte Proben für z.B. molekularbiologische Untersuchungen präpariert werden.

Auf dem Gebiet der optischen Mikroskopie steht seit einigen Jahren eine Vielzahl an Technologien zur Verfügung, die in der Lage sind, die einst von Ernst Abbe formulierte klassische Auflösungsbeschränkung zu durchbrechen. Was bisher jedoch fehlte, war eine standardisierte Methode, mit deren Hilfe das real erzielte Auflösungsvermögen eines superauflösenden Systems gemessen und quantifiziert werden kann. Der Anwender war somit nicht in der Lage, zu verifizieren, ob das eingesetzte Mikroskop im Stande ist, die für das jeweilige Experiment erforderliche Auflösung unter den aktuellen Bedingungen zu gewährleisten. Mithilfe der vorgestellten Nanometerlineale kann die Überprüfung der optischen Auflösung nun zuverlässig, schnell und unkompliziert vor jeder Messung durchgeführt werden.

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