OptecNet Deutschland wurde am 13.12.2001 als gemeinnütziger Dachverband gegründet. Er übernahm die Aufgabe, die regionalen Aktivitäten zu bündeln, strategisch zu koordinieren und die Interessen der deutschen Photonik auf nationaler und internationaler Ebene zu vertreten.
Vom Strategieprozess zur Gründung von OptecNet Deutschland
Die Photonik wurde im Bericht „Harnessing Light – Optical Science and Engineering for the 21st Century“ (1998) des US National Research Council als Enabling Technology definiert – eine Querschnittstechnologie, die Innovationen in zahlreichen Branchen ermöglicht. Zugleich verdeutlichte der Bericht, dass nachhaltiger Fortschritt nur dann erzielt werden kann, wenn Forschung, Industrie und politische Rahmenbedingungen eng aufeinander abgestimmt sind.
Der Impuls zur strategischen Neuorientierung in Deutschland kam direkt aus der Photonik-Branche: Im Jahr 1999 wandten sich führende Vertreter aus Industrie und Wissenschaft an das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), um einen industriegeführten, breit getragenen Strategieprozess zu initiieren. Das Ergebnis dieses intensiven Strategieprozesses war die Agenda „Optische Technologien für das 21. Jahrhundert“, die im Mai 2000 offiziell vorgestellt wurde und über hundert konkrete Handlungsempfehlungen beinhaltete.
Das BMBF griff die Empfehlungen auf und initiierte den Aufbau „regionaler Kompetenznetze für Optische Technologien“. In der Folge entstanden sieben regionale Kompetenznetze, die Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen systematisch miteinander verknüpften.
Zur strategischen Koordination wurde von den Geschäftsführern der regionalen Netze am 13.12.2001 OptecNet Deutschland e.V. als gemeinnütziger Dachverband gegründet. Er übernahm die Aufgabe, die regionalen Aktivitäten zu bündeln, strategisch zu koordinieren und die Interessen der deutschen Photonik auf nationaler und internationaler Ebene zu vertreten.
25 Jahre OptecNet Deutschland – Wirkung bis heute
Die strukturierte Zusammenarbeit stärkte die Innovationskraft nachhaltig und erhöhte die internationale Sichtbarkeit der deutschen Photonik-Branche deutlich. Die Entwicklung von OptecNet Deutschland zeigt, dass erfolgreiche Technologiepolitik auf strategischer Planung, koordinierter Förderung und langfristigen Netzwerkstrukturen beruht. Erst durch die systematische Vernetzung der Akteure konnte aus einer fragmentierten Technologie ein leistungsfähiges Innovationssystem entstehen.
„Das Problem vor Gründung von OptecNet Deutschland bestand darin, dass sich die Unternehmen und Forschungseinrichtungen untereinander nicht kannten und miteinander vernetzt werden wollten. Das ist in den 25 Jahren Verbandsgeschichte hervorragend gelungen. Mit rund 600 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die Mitglied in den acht regionalen Netzwerken sind, ist OptecNet Deutschland heute der mitgliederstärkste Photonik-Verband in Deutschland“, so Dr. Horst Sickinger, ehem. Geschäftsführer von bayern photonics, Gründungsmitglied und ehem. Vorstand von OptecNet Deutschland.

